K l a u s K a u k e r

Dienstag, 19. April 2011

Video: Online Musikunterricht

13 Kommentare:

Anonymous Anonym meinte...

Guten Morgen,
ich spiele schon seit ca. 10 Jahren Gitarre und kann dem Gitarristen, den du gefragt hast nur Recht geben. Das liegt glaub ich daran, dass beim Rock und Pop mehr Technik als "Verständnis" (eine ordentliche Jazz Improvisation, mit interessanten Ideen) erfordert meiner Meinung nach mehr Können, als ein extrem schnelles Heavy Metal Solo) gefragt ist.
Man muss zwar aufpassen was man sich da anschaut, aber es gibt doch recht viele gute Videos. Ich würde niemals Geld für Online Unterricht ausgeben, bei dem Angebot, was man auch umsonst bekommt (Justin Sandercoe). Und ich kann mir kaum vorstellen, dass Online Unterricht mit "Richtigem" mithalten kann. Schon allein wegen der Tatsache, dass man (wenn man einen guten, netten Lehrer hat, wie ich) in dem Lehrer eine gutes Vorbild hat. Mir hat es immer sehr geholfen wenn ich einen Gitarristen getroffen hab, der viel viel besser ist als ich, sodass ich ein Ziel hab.

Ich hab natürlich keinen objektiven Standpunkt, aber ich glaube, dass Klavier üben per Internet doch schwieriger ist. (Ich bin aber auch ein wenig vorbelastet. Ich kenne viele die KLavier spielen lernen müssen, da sie das fürs Studium brauchen und da ist die Motivation doch eher begrenzt.

23. April 2011 um 10:48  
Anonymous romanpriest meinte...

Mit Online-Unterricht wird man noch zu Klavier- oder Gitarrenspieler kommen die dann auch live nach .mp3 klingen (alter Sketch-Up Gag)... Musik ist eine Form von menschlicher Beziehung. Zumindest ab und zu soll man sie live erfahren koennen. Und sie sollte immer live gelehrt werden. Wenn man mehr als ein paar seichte Multitracks zuhause basteln moechte. Ich vermute die Diskussion ist nicht so wild: jeder der auch nur eine Ahnung vom gemeinsamen Musizieren hat, weiss wie die Sache steht.

24. April 2011 um 08:56  
Anonymous Nils meinte...

Hallo Klaus,
ich meine online Unterricht zum Lernen kann keine Lösung sein, da eine Individualität nicht gegeben ist. Aus Gesprächen mit meinem Klavierlehrer weiss ich, dass individuelle Auslegung des Unterrichtes aber auch die Möglichkeit für eigene Fragen bestehen müssen.
Ich finde einzelne Themenbereiche, wie Du sie in Deinen Videos abedeckst hingegen ausgezeichnet. Hier geht es darum -wie in einer Vorlesung- Wissen aufzunehmen. Da finde ich es in dem Format sehr praktisch, dass ich gewisse Passagen so oft wiederholen kann, bis ich es verstanden habe. Ich finde die Struktur Deiner Videos sehr motivierend, da Du inhaltlich (für mich als Anfänger) schwierige Themen in kleinen Schritten erklärst und somit erreichbar machst. Zudem kann ich selber entscheiden, ob ich Bereiche, die für mich (momentan) uninteressant erscheinen weglassen bzw. hinten anstellen kann.
Du hast mich jedenfalls sehr motiviert, auch die Theorie gleich zu Anfang versuchen zu verstehen/lernen. Danke dafür!!!
Nils

2. Mai 2011 um 20:37  
Anonymous Anonym meinte...

Hi,

habe gerade dein Video zum Thema gesehen und war eigentlich auf der Suche nach Einstiegssachen für Klavier für meine 8 jährige Tochter.
Klar, ist es schwierig online auch die Disziplin zu behalten und ich denke, das mit der Abhängigkeit vom Lehrer stimmt auch. Aber ich denke, für einen Beginn ist es gut. Um überhaupt herauszufinden, ob man es mag, ist es gut, herauszufinden will ich mir überhaupt die Mühe machen, ist es gut. Ich selbst habe über 6 Jahre meines Lebens in einer Musikschule verbracht und werde jetzt, glaub ich, erst einmal versuchen meiner Tochter Theorie beizubringen und das anhand des Klaviers.

Liebe Grüße
Manuela

4. Mai 2011 um 14:42  
Anonymous elbie meinte...

Hallo Klaus,
ich denke das Online Unterricht weiterhelfen kann wenn bereits gewisse Grundkenntnisse und die nötige Motivation vorhanden ist.
Beim Erlernen eines Instrumentes ist es -meiner Meinung nach - unverzichtbar einen echten Lehrer vor sich zu haben, der den Unterricht individuell anpassen kann, loben und kritisieren kann. - damit die Motivation nicht gerade in schwierigen Phasen verloren geht und der Schüler um die wertvolle Erfahrung des Erlernens eines Musikinstrumentes gebracht wird

6. Mai 2011 um 00:11  
Anonymous René meinte...

Videos bieten ja immerhin schonmal mehr möglichkeiten als Lehrbücher mit Audio-CD, die präyoutube die standardalternative zum facetoface-unterricht waren.
(online)fernkurse haben imho vor allem den vorteil der unabhängigkeit von terminabsprachen und bei kostenlosen angeboten auch von der fokussierung auf eine person. man kann das angebot also nutzen, wenn man gerade genug zeit hat und motiviert ist bzw. sich dieselbe tatsache auch von unterschiedlichen leuten und ggf. aus unterschiedlichen perspektiven erklären lassen – Nachteil von fernunterricht, klar, keine individuelle konzeption / kein individuelles feedback.
(heißester anwärter auf das am unseriösesten erscheinende online-angebot übrigens: gitarreninstitut norberg.)

7. Mai 2011 um 11:31  
Anonymous Anonym meinte...

Hallo Klaus!
Ich melde mich hier als Befürworter für Online-Musikunterricht, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen, wozu möglicherweise gehört, dass man kein blutiger musikalischer Anfänger ist und auch, was man lernen möchte, soll heißen, welches Instrument, welchen Stil, welches Niveau.
Ich habe mehrere Videos zum Thema Gesang gesehen und meiner Meinung nach grenzt das an Körperverletzung, was zum Teil verbreitet wird, ebenso Streich- und Blasinstrumente kann ich mir schlecht vorstellen.
Ich selber bin Kunde/Schüler der dritten Version (Katrin Kayser), die du vorgestellt hast (also, der lange "Scrollbalken") und ich bin mit vielen anderen sehr zufrieden; allerdings hatte ich auch in meiner Jugend schon zwei Jahre Klavierunterricht und spiele mehrere andere Instrumente. Der klassische Klavierunterricht hat mich nur frustriert, ich habe nichts über Harmonien o.ä. gelernt und musste jedes Stück Note für Note lernen, ohne Gemeinsamkeiten zu erkennen. Es war wie buchstabieren ohne den Inhalt eines Textes zu erfassen.
Für mich ist der angebotene Online-Unterricht der einzige machbare Weg, Klavier spielen zu lernen. Sicherlich wird man kein klassischer Konzertpianist, aber ich habe wirklich jede Menge gelernt und würde den Kurs weiterempfehlen, zumindest z.B. auch an erwachsene Wiedereinsteiger, die berufstätig sind, die einfach ein bisschen zur persönlichen Freude "herumklimpern" wollen. Der Kurs ist auf 100 Stunden angelegt, also ca. zwei Jahre und danach kann man selbstständig weitermachen und ich bin sicher, dass man genug gelernt hat, dass es auch klappen kann. Seit einem Jahr bin ich dabei und ich habe es nicht bereut. Innerhalb des Kurses gibt es ein Forum, in dem sich die Online-Schüler austauschen können, viele sind von Anfang an dabei und zufrieden bis begeistert.
Ich empfinde alles als absolut seriös und lehrreich, die Teilnehmerzahl ist begrenzt, auf jede Frage bekommt man eine Antwort oder weitere Tipps, das Preis- Leistungsverhältnis ist total in Ordnung. Natürlich muss man selber diszipliniert üben und ich will nicht ausschließen, dass ich auch mal wieder einen Lehrer zu Rate ziehe, aber ich finde, dass man zumindest in diesem Online-Kurs sehr viel lernen kann - wie bereits angedeutet, kann ich natürlich nicht sagen, ob ich ein mir völlig fremdes Instrument auch so erlernen könnte.

15. Mai 2011 um 18:24  
Blogger Klaus meinte...

Hey danke für Eure Erfahrungen. Das sind sehr interessante Hintergrundinfos, die bei der Entscheidungsfindung sicherlich helfen.

Merkwürdig nur, dass einige sagen, man kann auf den onlinezug nur aufspringen, wenn man schon etwas Erfahrung hat - andere sagen, es ist für den Anfang, um erstmal eine Orientierung zu haben...

Also ich würde dringend empfehlen, die ersten Stunden bei einem direkten Lehrer zu haben.

17. Mai 2011 um 08:54  
Anonymous Anonym meinte...

Vielleicht ist das Entscheidende in erster Linie die Qualität, egal ob on- oder offline...???

17. Mai 2011 um 20:55  
Blogger Torben meinte...

Hallo Klaus,

erst einmal vielen Dank für all deine Videos! :)

Ich spiele nun seit etwas mehr als zwei Jahren Gitarre und das komplett ohne Lehrer. Ich habe angefangen mir Lieder die ich gut fand im Internet als Tabs anzuschauen und auswendig zu lernen. Das klappt bisher ziemlich gut und ich merke alle paar Monate wie ich vorankomme und mich steigere. Wie z.B. ein Gehör für Akkorde oder Töne. Es fällt mir auch immer leichter aus irgendwelchen Songs die Instrumente heraus zuhören.
Bei dieser "Lernmethode" gibt nur ein oder zwei Probleme.
Und zwar ich kann keine Notenlesen. Ist für mich als Gitarrist erst einmal kein Problem, ich könnte mich auch bestimmt hinsetzen und es lernen aber irgendwie fehlt mir der Anreiz, denn ich habe ja Tabs ;)
Dann zum 2. mir fehlt aufjedenfall ganz viel Harmonielehre, na klar weiß über die Grundlagen bescheid aber wirklich tief greift das nicht.

Ich finde aber auch wenn man wenig Ambitionen hat und einfach nur Spaß am spielen hat und nicht faul ist kann man wunderbar ganz viel als Autodidakt machen.

Viele Grüße
Torben

20. Mai 2011 um 12:48  
Blogger flybyray meinte...

@Torben
Ich denke es gibt viele Autodidakten nur man hört von Ihnen viel zu selten etwas. Ein Onkel von mir (Mathematiker) spielte mir eines Tages ein Stück (glaube von Black Sabath) auf der Gitarre vor, dass er sich selbst (vermtl. jahrelang) beigebracht hatte. Ich finde das sehr beachtlich, was die Motivation solcher Menschen angeht.
Die Perfektion bildet sich dabei über Versuche und "Fehler" heraus. Wobei ich der Meinung bin es gibt keine "Fehler", denn alles was klingt ist Musik. Ob es passt entscheidet der Spieler. Wenn er einen Lehrer oder anderen Musiker an seiner Musik teil haben lässt kann er sich Vorschläge geben lassen und Varianten diskutieren. ... Die Ideen und Vorschläge, welche Klaus in seinen Videos gibt, sind wirklich hervorragend.
...
Onlineunterricht suggeriert dem ein oder anderen eine Instant-Kommunikationsmöglichkeit. Dies ist aber ganz und gar nicht so. Fragen müssen sehr präzise formuliert werden. Antworten kommen dann zeitversetzt und häufig hat sich in der Zwischenzeit einiges Verändert und ist evtl nicht mehr relevant bzw. aus dem Gedächtnis verschwunden. Man muss sich die Umstände wieder zurückholen die zu der Frage geführt haben. Ein direkter Lehrer für die Grundlagen wäre wirklich das Beste.

18. August 2011 um 06:10  
Blogger flybyray meinte...

@Torben
Ich denke es gibt viele Autodidakten nur man hört von Ihnen viel zu selten etwas. Ein Onkel von mir (Mathematiker) spielte mir eines Tages ein Stück (glaube von Black Sabath) auf der Gitarre vor, dass er sich selbst (vermtl. jahrelang) beigebracht hatte. Ich finde das sehr beachtlich, was die Motivation solcher Menschen angeht.
Die Perfektion bildet sich dabei über Versuche und "Fehler" heraus. Wobei ich der Meinung bin es gibt keine "Fehler", denn alles was klingt ist Musik. Ob es passt entscheidet der Spieler. Wenn er einen Lehrer oder anderen Musiker an seiner Musik teil haben lässt kann er sich Vorschläge geben lassen und Varianten diskutieren. ... Die Ideen und Vorschläge, welche Klaus in seinen Videos gibt, sind wirklich hervorragend.
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Häufig entwickeln Autodidakten auch ein völlig eigenes Gespür für Harmonien. Das finde ich sehr spannend und faszinierend.
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Onlineunterricht suggeriert dem ein oder anderen eine Instant-Kommunikationsmöglichkeit. Dies ist aber ganz und gar nicht so. Fragen müssen sehr präzise formuliert werden. Antworten kommen dann zeitversetzt und häufig hat sich in der Zwischenzeit einiges Verändert und ist evtl nicht mehr relevant bzw. aus dem Gedächtnis verschwunden. Man muss sich die Umstände wieder zurückholen die zu der Frage geführt haben. Ein direkter Lehrer für die Grundlagen wäre wirklich das Beste.

18. August 2011 um 06:17  
Anonymous Mirko meinte...

Hi Klaus,

Du hast selbstverständlich Recht - bei Online-Musikschulen fehlt eindeutig der Rückkanal, der das Gelernte abfragt, nach bestimmten Gesichtspunkten hinterfragt und anschließend personalisierte Aufgaben geben kann (grob zusammengefasst).
Man sollte vielleicht einmal ausprobieren, in einer Online-Musikschule eine Community mit Lehrern UND Schülern verschiedenen Schwierigkeitsgrads als Rückkanal anzubieten. So eine Art YouTube speziell für die Musikschule - damit unqualifizierte Kommentare ausgeschlossen werden - zuzüglich eines Bewertungssystems für die Tippgeber, damit sie selbst Ihre Antwortqualität steigern können. Ich glaube das Experiment sollte mal jemand starten :)
Andererseits finde ich insbesondere Nachschlagewerke mit Tipps und Anleitungen sehr hilfreich, um zusätzlich zum herkömmlichen Unterricht auch aus anderen Herangehensweisen zu lernen - und das sage ich nicht nur, weil ich selbst so ein Nachschlagewerk betreibe :D

24. November 2011 um 21:06  

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